Eine kaiserliche Botschaft Kafka Interpretation

Hier findest du die Interpretation zu der sprachlichen Parabel Eine Kaiserliche Botschaft, geschrieben von Franz Kafka im Jahre 1917 ( im ersten Weltkrieg).

In dieser spricht der Autor den Leser direkt an als „Untertan des Kaisers“ und beschreibt wie dieser kurz vor seinem Tod eine Nachricht an einen Boten gegeben hat, die aber niemals ankommen wird.

Gründe dafür sind, dass der Weg, den der Bote durchlaufen muss ( durch Menschenmengen und durch den Kaiserlichen Palast, der so verwinkelt aufgebaut ist, dass ihn niemand durchlaufen kann und einem Labyrinth gleicht).

Die Interpretation von Eine kaiserliche Botschaft ist nicht zu einhundert Prozent eindeutig ( wie so oft bei Kafka). Da kurz vor dem Erscheinen des Textes der Kaiser in Österreich starb, kann man mit recht großer Sicherheit sagen, dass dieser in der Handlung mit dem sterbenden Kaiser gemeint ist.

Weiter liegt es nahe, dass der Autor mit der Botschaft, die über 1000 Umwege geleitet wird und nie ankommen wird, das damalige Verwaltungssystem, was sehr bürokratisch und verwirrend war ( auch durch den Nationalismus im Kaiserreich zu dieser Zeit bedingt), gemeint ist. Dieses war sehr undurchschaubar und menschenunfreundlich.

Eine Alternative dazu kann ebenfalls die Interpretation sein, dass er sich mit der Handlung viel direkter auf das damalige Postsystem bezieht. So war dies auch alles andere als effizient und viele Nachrichten gingen verloren. Es ist ebenfalls nicht ausgeschlossen, dass Kafka beide Faktoren zusammen gemeint hat.

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