Bertolt Brecht Lebenslauf und Werke

Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren. Nach dem Notabitur im ersten Weltkrieg an einem Augsburger Realgymnasium, immatrikulierte er sich an der Universität in München, um Medizin und Naturwissenschaften zu studieren.

Da sein eigentliches Interesse der Literatur und dem Schreiben galt, nahm er das Studium jedoch nie richtig ernst.

Im Oktober 1918 wurde er als Lazarettsoldat in Augsburg eingezogen.1919 brachte seine Geliebte Paula Banholzer einen Sohn zu Welt. 1922 heiratete er die österreichische Opernsängerin Marianne Zoff, mit der er eine Tochter bekam.

1924 zieht Brecht nach Berlin, wo er als Dramaturg am deutschen Theater arbeitet. 1926 bekommt er einen Sohn mit der Schauspielerin Helene Weigel. Ein Jahr später lässt er sich von seiner Frau scheiden.

1928 bearbeitet er zusammen mit Kurt Weill die „Beggar’s Opera“, aus der die erfolgreiche Dreigroschenoper entsteht, die im selben Jahr im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt wird. 1929 heiraten Brecht und Weigl.

Einen Tag nach dem Reichstagsbrand verlässt Brecht 1933 mit seiner Familie Deutschland und flieht nach Dänemark. Während seiner Zeit im Exil entstehen viele Gedichte, die den Kampf gegen den Faschismus beschreiben. 1935 wird Brecht die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Zwei Jahre später wird „ Die Gewehre der Frau Carrar“ in Paris uraufgeführt. 1940 zieht die Familie Brecht auf der Flucht vor den deutschen Truppen nach Finnland.

Am 19. April 1941 wird Brecht’s Stück „Mutter Courage und ihre Kinder“ in Zürich uraufgeführt. Im gleichen Jahr siedelt er in die USA über und wird Mitglied beim „Council for a Democratic Germany“. Dort verändert er, nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima, sein Werk über Galileo Galilei.

1949 zieht Brecht zurück nach Ost-Berlin und beauftragt Weigl mit der Gründung eines eigenen Schauspiel Ensembles.1951 wird Brecht mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. 1954 wird er der Vizepräsident der Deutschen Akademie der Künste. Am 14. August 1956 stirbt Bertold Brecht an den Folgen eines Herzinfarkts.

Werke:

  • Trommeln in der Nacht (1919)
  • Dreigroschenoper (1928)
  • Die Gewehre der Frau Carrar (1937)
  • Das Leben des Galilei (1938)
  • Mutter Courage und ihre Kinder (1938/39)

Gedichte:

  • Als Lenin ging
  • Baals Lied
  • Besuch bei den verbannten Dichtern
  • Das dreizehnte Sonett
  • Das Frühjahr kommt

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