Hier auf dieser Seite werden ausführlichst die Merkmale für eine Profession erläutert und es wird im Bezug auf die Soziale Arbeit analysiert, warum es sich hierbei um eine Semiprofession handelt. Weiter werden auch die Konflikte bei der Profession der Sozialen Arbeit ausführlich dargestellt.

Anmerkung: Bislang gibt es insgesamt in Deutschland nur sehr wenige vollwertige Professionen. Beispiele für eine Profession sind beispielsweise die Medizin sowie auch die Rechtswissenschaften, da diese die folgenden Merkmale komplett erfüllen.

Was sind die Merkmale für eine Profession?

Es gibt klar definierte Merkmale, die erfüllt werden müssen, damit es sich um eine Profession handelt:

  • Wissenschaftliches Sonderwissen und Fachsprache
  • Eine Ausbildung auf komplett akademischen Niveau
  • Berufsständische Normen und ein beschränktes Eigeninteresse
  • Die exklusive und alleinige Handlungskompetenz für den Bereich
  • Eine gemeinnützige Funktion und grundlegende Bedeutung
  • Autonomie bei der Berufsausübung
  • Selbstkontrolle durch Berufsverbände und Interessenvertretung


Wieso ist die Soziale Arbeit eine Semiprofession?

Anhand von diesem Attributmodell kann man festlegen, warum die Soziale Arbeit keine vollwertige Profession sondern eine Semi-Profession ist:

  • Sie hat keine festen Regeln der Berufszugehörigkeit
  • Sie hat keine Berufskammer zur Selbstüberwachung
  • Sie hat nicht die alleinige Handlungskompetenz für den Sozialen Bereich
  • Sie hat kein internes Wertesystem
  • Sie ist gegenüber anderen Professionen nicht klar abgegrenzt

Konflikte, wenn die Soziale Arbeit eine Profession wäre:

In diesem Fall würde die Profession in erheblichem Konflikt zu den gesellschaftlichen Herausforderungen der Sozialen Arbeit stehen, insbesondere zum zukünftigem Fachkräftemangel und dem Finanzierungsdruck.


Dadurch, dass alle Sozialarbeiter oder Erzieherinnen ein Gehalt auf akademischen Niveau gezahlt werden müsste, würde der Fachkräftemangel sowie der eh schon hohe Finanzierungsdruck noch weiter verstärkt werden.